Zweifarbenanzeiger und Wasserstandsanzeiger im Betrieb: Abblasen, Glaswechsel und Glimmerschutz

Die Glasanzeige am Dampfkessel ist das Gerät, dem im Zweifel jeder glaubt. Ob Reflexionsanzeiger, Transparentanzeiger oder Zweifarbenanzeiger: Sie zeigt nur dann den richtigen Wasserstand, wenn sie regelmäßig abgeblasen, rechtzeitig instand gesetzt und für den Druck der Anlage passend ausgewählt ist. Dieser Beitrag behandelt den Betrieb, also das Abblasen, den Glas- und Glimmerwechsel und die typischen Fehler dabei, und beantwortet die Frage, wann der Zweifarbenanzeiger die bessere Wahl ist. Die Grundsatzentscheidung zwischen Transparent- und Reflexionsanzeiger haben wir in einem eigenen Beitrag beschrieben: Transparentanzeiger oder Reflexionsanzeiger.
Warum eine falsche Anzeige gefährlicher ist als eine fehlende
Eine ausgefallene Anzeige fällt sofort auf. Eine Anzeige, deren Wasserweg zugesetzt ist, zeigt dagegen einen ruhigen, plausiblen Stand, der den Kessel aber nicht mehr abbildet. Sinkt der Pegel in der Trommel, bleibt die Säule im Glas einfach stehen. Genau diese Situation ist der Grund, warum die direkte Anzeige auch neben Niveauelektroden, Niederwasserbegrenzern und elektronischer Fernanzeige nicht verzichtbar ist: Die Begrenzer übernehmen die Sicherheitsfunktion, die Glasanzeige ist die Gegenprobe, mit der das Bedienpersonal sieht, ob die Elektronik plausibel misst.
Das gilt nur, solange die Glasanzeige selbst stimmt. Deshalb ist ihre Prüfung kein Nebenhandgriff, sondern Teil des Schichtablaufs, und deshalb lohnt es sich, Abblasen und Instandhaltung sauber zu beherrschen.
Abblasen Schritt für Schritt
Beim Abblasen, oft auch Durchblasen genannt, werden Dampf- und Wasserweg nacheinander freigespült. Das entfernt Ablagerungen aus den Anschlussleitungen und beweist, dass beide Wege offen sind. Der übliche Ablauf bei einer Anzeige mit dampfseitigem und wasserseitigem Absperrventil sowie einem Ablassventil:
- Vorbereiten: Schutzausrüstung tragen, die Ablassleitung muss frei und sicher in die Entwässerung führen. Nie offen in den Arbeitsbereich abblasen.
- Ablassventil langsam öffnen: Dampf- und Wasserweg werden gemeinsam durchspült.
- Wasserseitiges Absperrventil schließen: Jetzt strömt nur Dampf durch die Anzeige. Ein kräftiger, gleichmäßiger Strom zeigt, dass der Dampfweg frei ist.
- Wasserseitiges Ventil öffnen, dampfseitiges schließen: Jetzt strömt nur Kesselwasser durch. Auch hier gilt: kräftiger Strom heißt freier Wasserweg.
- Dampfseitiges Ventil wieder öffnen, Ablassventil schließen.
- Beobachten: Der Wasserstand muss zügig zurückkommen, kurz pendeln und sich auf dem Stand einstellen, den die zweite Anzeige oder die elektronische Anzeige zeigt.
Steigt der Stand träge, bleibt er stehen oder weicht er deutlich von der zweiten Anzeige ab, ist ein Weg nicht frei. Dann gilt die Anzeige als nicht verlässlich, bis die Ursache gefunden ist. Reihenfolge und Intervalle legt die Betriebsanweisung des Kessels fest, die Handhabung der Ventile die Betriebsanleitung des Anzeigers. Jede Prüfung wird im Kesselbuch dokumentiert.
Typische Fehler beim Abblasen
- Ventile schlagartig öffnen. Der Temperatursprung belastet das Glas, der Strömungsstoß erodiert Ventilsitze.
- Zu lange abblasen. Ein lang anhaltender Dampfstrom greift Glas und Glimmer an, besonders bei hohem Druck. Kurz und kräftig genügt.
- Nur über das Ablassventil blasen. Werden die Wege nicht einzeln geprüft, kann ein zugesetzter Weg unbemerkt bleiben, weil der andere die Strömung liefert.
- Ein Absperrventil halb offen lassen. Die Anzeige reagiert dann verzögert und läuft dem Kessel hinterher. Nach dem Abblasen die Ventile in die Stellung bringen, die die Betriebsanleitung vorgibt.
- Ein nachtropfendes Ablassventil hinnehmen. Es zieht ständig Kesselwasser durch die Anzeige, erodiert sich selbst und verfälscht den Stand.
Glas oder Glimmer tauschen: woran Sie es erkennen
Schaugläser aus Borosilikat werden von heißem, alkalischem Kesselwasser an der Oberfläche angegriffen. Das Glas wird zuerst matt, dann rau, zeigt Schlieren oder Ätzspuren, und ab diesem Punkt sinkt seine Festigkeit. Das ist das Signal zum Tausch. Abwarten, bis das Glas bricht, ist keine Instandhaltungsstrategie.
Bei Anzeigern mit Glimmerschutz liegt die Glimmerscheibe zwischen Medium und Glas und nimmt den Angriff auf. Wird der Glimmer trüb, weißlich oder beginnt er sich aufzublättern, wird er getauscht, bevor das Kesselwasser das Glas erreicht. Weitere Zeichen für einen fälligen Wechsel: eine Dampffahne an der Abdeckung, sichtbare Riefen oder eine Säule, die trotz funktionierender Beleuchtung schlecht ablesbar ist.
Glaswechsel in der Praxis
- Anzeige dampf- und wasserseitig absperren, über das Ablassventil drucklos machen und abkühlen lassen.
- Glas, Glimmer und Dichtungen immer als Satz tauschen. Dichtungen werden nicht wiederverwendet.
- Glimmer auf die Mediumseite, Glas dahinter. Auflageflächen reinigen und auf Riefen prüfen.
- Die Schrauben der Abdeckung über Kreuz in mehreren Durchgängen mit dem Drehmoment aus der Betriebsanleitung anziehen. Ungleichmäßige Anpressung ist die häufigste Ursache für einen Glasbruch kurz nach dem Wechsel.
- Langsam anwärmen: das dampfseitige Ventil nur einen Spalt öffnen, die Anzeige durchwärmen lassen, erst dann ganz öffnen.
- Nachziehen nach dem Erreichen der Betriebstemperatur, sofern der Hersteller das vorsieht.
Ersatzsätze aus Glas, Glimmer und Dichtungen liefern wir für die vertretenen Fabrikate, darunter IGEMA. Wenn Sie den Wechsel nicht selbst durchführen möchten, übernimmt unser Service die Arbeit vor Ort, in Österreich ebenso wie in Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Slowenien und Italien.
Der Zweifarbenanzeiger: Prinzip und Bauformen
Der Zweifarbenanzeiger nutzt die unterschiedliche Lichtbrechung von Wasser und Dampf. Eine Beleuchtung hinter der Anzeige schickt Licht durch ein rotes und ein grünes Filter schräg in den Messraum. Im Wasserraum wird das grüne Licht zum Betrachter gelenkt, im Dampfraum das rote. Bei den IGEMA-Typen LS und BU Plus erscheint der Wasserraum deshalb grün und der Dampfraum rot. Die Variante Schwarz/Weiß zeigt die Flüssigkeit schwarz und den Dampfraum weiß.
Der Vorteil liegt in der Eindeutigkeit: Der Kesselwärter muss keinen Glanz und keine Spiegelung deuten, der Stand ist auch aus einiger Entfernung und auf einem Kamerabild in der Warte klar zu erkennen. Bei den Bauformen gibt es zwei Grundtypen: den Längsschlitz mit durchgehendem Sichtfenster und das Bullauge, bei dem mehrere runde Einzelfenster übereinander liegen. Die kleinen Glasflächen des Bullauges halten höheren Drücken stand.
Zur Einordnung die Druckstufen aus dem IGEMA-Katalog: Reflexionsanzeiger LG 40 bis PS 32 bar, Transparentanzeiger mit Glas und Glimmer bis PS 80 bar, Transparentanzeiger nur mit Glimmerscheiben bis PS 200 bar, Zweifarbenanzeiger Grün/Rot mit Längsschlitz bis PS 80 bar, Zweifarbenanzeiger Grün/Rot als Bullauge sowie Schwarz/Weiß bis PS 200 bar. Die genaue Druckstufe je Typ und Sichtlänge steht im aktuellen Datenblatt, wir prüfen sie für Ihre Anlage.
Wann der Zweifarbenanzeiger die bessere Wahl ist
- Hochdruck: Oberhalb des Bereichs von Reflexions- und Glas-Glimmer-Transparentanzeigern ist das Bullauge die naheliegende direkte Anzeige.
- Überwachung per Kamera: Rot und Grün sind auf dem Monitor in der Leitwarte eindeutig, eine Glanzanzeige oft nicht.
- Ablesen aus Entfernung: Sitzt die Trommel hoch über der Bedienebene, ist die farbige Anzeige deutlich besser lesbar.
- Schwierige Lichtverhältnisse: Im Kesselhaus mit Gegenlicht oder Dampfschwaden bleibt die Farbtrennung stabil.
Nicht nötig ist er beim gut zugänglichen Niederdruck-Dampfkessel im Gewerbe. Dort ist der Reflexionsanzeiger einfacher und braucht keine Beleuchtung. Denn das ist die Kehrseite des Zweifarbenanzeigers: Ohne Licht zeigt er nichts. Die Beleuchtung, bei IGEMA LED Secure in IP67 bzw. IP65 und als LED SecureEx für explosionsgeschützte Bereiche, gehört deshalb in die tägliche Prüfung.
Ergänzen lassen sich alle direkten Anzeigen durch indirekte Lösungen wie Magnetklappenanzeiger (IGEMA NA 7 bis PS 130 bar) oder die elektronische Fernanzeige. Welche Kombination aus direkter und indirekter Anzeige Ihr Kessel braucht, legt das für ihn geltende Regelwerk fest, etwa EN 12952 für Wasserrohrkessel oder EN 12953 für Großwasserraumkessel. Das Programm finden Sie unter Messtechnik.
Umrüsten im Bestand: was wir von Ihnen brauchen
Ein Umstieg vom Reflexions- oder Transparentanzeiger auf den Zweifarbenanzeiger ist meist ohne Eingriff in den Kessel möglich, wenn Mittenabstand und Anschlüsse passen. Zweifarbenanzeiger werden mit eigenen Absperr- und Ablassventilen geliefert, beim BU Plus etwa standardmäßig mit dem Absperrventil A240 für 200 bar und dem Ablassventil AV320. Passende Absperrventile und weitere Armaturen für die Anbindung liefern wir mit. Für ein Angebot brauchen wir:
- Betriebsdruck und Betriebstemperatur, Kesselbauart
- Mittenabstand der Kesselstutzen und Anschlussart
- gewünschte Sichtlänge
- Spannung für die Beleuchtung und ob die Anzeige im Ex-Bereich sitzt
- ob eine Kameraüberwachung geplant ist
Häufige Fragen zum Zweifarbenanzeiger und zur Glasanzeige
Wie oft muss ein Wasserstandsanzeiger abgeblasen werden?
Das Intervall gibt die Betriebsanweisung des Kessels vor. Zusätzlich wird abgeblasen, wann immer die Anzeige zweifelhaft wirkt, etwa nach einer Störung oder wenn sie von der zweiten Anzeige abweicht.
Kann ich einen Reflexionsanzeiger mit Glimmerschutz ausrüsten?
Nein. Das Reflexionsglas wirkt über Rillen, die direkten Kontakt zum Medium brauchen. Wo das Kesselwasser das Glas zu stark angreift, ist ein Transparent- oder Zweifarbenanzeiger mit Glimmerschutz die Lösung.
Mein Zweifarbenanzeiger zeigt nur Rot. Was bedeutet das?
Entweder ist der Wasserstand tatsächlich unter dem Sichtbereich, oder der Wasserweg ist zugesetzt. Sofort mit der zweiten Anzeige vergleichen und abblasen. Zeigt er gar nichts, zuerst die Beleuchtung prüfen.
Muss beim Glaswechsel auch der Glimmer erneuert werden?
Ja. Glas, Glimmer und Dichtungen werden als Satz getauscht. Ein alter Glimmer vor einem neuen Glas verschenkt den Schutz, für den er eingelegt wird.
Liefern Sie Ersatzteile für IGEMA-Anzeiger?
Ja. Als Vertretung von IGEMA für Österreich liefern wir Ersatzgläser, Glimmerscheiben, Dichtungssätze und Beleuchtungen und übernehmen auf Wunsch den Tausch durch unseren Service.
Fazit: Die Anzeige ist so gut wie ihre Pflege
Eine Glasanzeige, die regelmäßig und richtig abgeblasen wird, deren Glas und Glimmer rechtzeitig getauscht werden und deren Beleuchtung funktioniert, liefert den verlässlichen Vergleichswert, den die Kesselüberwachung braucht. Der Zweifarbenanzeiger ist dort die bessere Wahl, wo hoher Druck, Kameraüberwachung oder große Ableseentfernung zusammenkommen. Beim einfachen Niederdruckkessel bleibt der Reflexionsanzeiger richtig. Schicken Sie uns Ihre Kesseldaten, wir stellen die passende Anzeige samt Ventilen zusammen und betreuen sie auch im Betrieb.
Bicolour level gauges and water level gauges in operation: blowdown, glass replacement, mica protection
The water level gauge on a steam boiler is the instrument everyone trusts when in doubt. Whether it is a reflex gauge, a transparent gauge or a bicolour level gauge, it only shows the correct level if it is blown down regularly, maintained in time and suited to the pressure of the plant. This article covers operation, meaning blowdown, glass and mica replacement and the typical mistakes, and answers the question of when a bicolour gauge is the better choice. The basic choice between transparent and reflex gauges is covered in a separate article: transparent or reflex gauge.
Why a wrong reading is more dangerous than no reading
A failed gauge is noticed at once. A gauge with a clogged water connection, on the other hand, shows a calm, plausible level that no longer reflects the boiler. If the level in the drum drops, the column in the glass simply stays where it is. This is exactly why the direct gauge remains indispensable alongside level electrodes, low-water limiters and electronic remote indication: the limiters perform the safety function, the gauge glass is the cross-check that tells the operators whether the electronics are measuring plausibly.
That only holds as long as the gauge itself is right. Its inspection is therefore not a side task but part of the shift routine, and it pays to master blowdown and maintenance properly.
Blowdown step by step
Blowing down flushes the steam and water connections one after the other. It removes deposits from the connecting lines and proves that both paths are open. The usual sequence for a gauge with a steam-side and a water-side shut-off valve and a drain valve:
- Prepare: wear protective equipment, and make sure the drain line leads freely and safely into the drainage system. Never blow down openly into the work area.
- Open the drain valve slowly: steam and water paths are flushed together.
- Close the water-side shut-off valve: now only steam flows through the gauge. A strong, steady flow shows the steam path is clear.
- Open the water-side valve, close the steam-side valve: now only boiler water flows through. Again, a strong flow means a clear water path.
- Reopen the steam-side valve and close the drain valve.
- Observe: the level must return quickly, oscillate briefly and settle at the level shown by the second gauge or the electronic indicator.
If the level rises sluggishly, stands still or deviates clearly from the second gauge, one path is not clear. The gauge is then considered unreliable until the cause is found. The sequence and intervals are set by the boiler operating instructions, the handling of the valves by the gauge manufacturer’s operating manual. Every check is recorded in the boiler log.
Typical mistakes during blowdown
- Opening valves abruptly. The temperature jump stresses the glass, the flow surge erodes valve seats.
- Blowing down too long. A prolonged steam flow attacks glass and mica, especially at high pressure. Short and strong is enough.
- Blowing only through the drain valve. If the paths are not checked individually, a clogged path can go unnoticed because the other one supplies the flow.
- Leaving a shut-off valve half open. The gauge then responds with a delay and lags behind the boiler. After blowdown, set the valves to the position specified in the operating manual.
- Tolerating a dripping drain valve. It constantly draws boiler water through the gauge, erodes itself and distorts the reading.
Replacing glass or mica: how to tell it is time
Borosilicate gauge glasses are attacked at the surface by hot, alkaline boiler water. The glass first turns dull, then rough, shows streaks or etching, and from that point its strength declines. That is the signal to replace it. Waiting until the glass breaks is not a maintenance strategy.
In gauges with mica protection, the mica sheet sits between the medium and the glass and takes the attack. Once the mica becomes cloudy, whitish or starts to delaminate, it is replaced before the boiler water reaches the glass. Further signs that replacement is due: a steam plume at the cover, visible scoring, or a column that is hard to read even though the illumination works.
Glass replacement in practice
- Isolate the gauge on the steam and water side, depressurise it via the drain valve and let it cool down.
- Always replace glass, mica and gaskets as a set. Gaskets are not reused.
- Mica on the medium side, glass behind it. Clean the seating faces and check them for scoring.
- Tighten the cover bolts crosswise in several passes to the torque given in the operating manual. Uneven clamping is the most common cause of glass breakage shortly after replacement.
- Warm up slowly: open the steam-side valve only slightly, let the gauge heat through, then open fully.
- Retighten once operating temperature is reached, if the manufacturer specifies it.
We supply replacement sets of glass, mica and gaskets for the brands we represent, including IGEMA. If you prefer not to do the replacement yourself, our service department carries out the work on site, in Austria as well as in the Czech Republic, Slovakia, Hungary, Slovenia and Italy.
The bicolour level gauge: principle and designs
The bicolour gauge uses the different refraction of light in water and steam. An illumination unit behind the gauge sends light through a red and a green filter at an angle into the measuring chamber. In the water space the green light is directed towards the observer, in the steam space the red light. On the IGEMA types LS and BU Plus, the water space therefore appears green and the steam space red. The black-white version shows the liquid in black and the steam space in white.
The advantage is clarity: the operator does not have to interpret gloss or reflection, and the level is easy to recognise from some distance and on a camera image in the control room. There are two basic designs: the long slot with a continuous sight window, and the multiport design, in which several round individual windows sit one above the other. The small glass areas of the multiport design withstand higher pressures.
For orientation, the pressure ratings from the IGEMA catalogue: reflex gauge LG 40 up to PS 32 bar, transparent gauge with glass and mica up to PS 80 bar, transparent gauge with mica sheets only up to PS 200 bar, green-red bicolour gauge with long slot up to PS 80 bar, green-red multiport and black-white versions up to PS 200 bar. The exact rating per type and sight length is given in the current data sheet; we check it for your plant.
When the bicolour gauge is the better choice
- High pressure: above the range of reflex gauges and glass-and-mica transparent gauges, the multiport design is the obvious direct gauge.
- Camera monitoring: red and green are unambiguous on the control room monitor, a gloss reading often is not.
- Reading from a distance: if the drum sits high above the operating level, the coloured display is much easier to read.
- Difficult lighting: in a boiler house with backlight or steam haze, the colour separation remains stable.
It is not needed on an easily accessible low-pressure steam boiler in a commercial plant. There, the reflex gauge is simpler and needs no illumination. Because that is the downside of the bicolour gauge: without light it shows nothing. The illumination, at IGEMA the LED Secure in IP67 or IP65 and the LED SecureEx for hazardous areas, therefore belongs in the daily check.
All direct gauges can be supplemented by indirect solutions such as magnetic level gauges (IGEMA NA 7 up to PS 130 bar) or electronic remote indication. Which combination of direct and indirect indication your boiler needs is defined by the applicable standard, for example EN 12952 for water-tube boilers or EN 12953 for shell boilers. You will find the range under measuring technology.
Retrofitting existing plants: what we need from you
Switching from a reflex or transparent gauge to a bicolour gauge is usually possible without modifying the boiler, provided centre distance and connections match. Bicolour gauges are supplied with their own shut-off and drain valves, the BU Plus for example as standard with the A240 shut-off valve for 200 bar and the AV320 drain valve. We also supply suitable shut-off valves and other valves and fittings for the connection. For a quotation we need:
- operating pressure and temperature, boiler type
- centre distance of the boiler connections and connection type
- required sight length
- voltage for the illumination and whether the gauge is located in a hazardous area
- whether camera monitoring is planned
Frequently asked questions about bicolour and gauge glass indicators
How often does a water level gauge have to be blown down?
The interval is set by the boiler operating instructions. In addition, the gauge is blown down whenever the reading seems doubtful, for example after a fault or when it deviates from the second gauge.
Can I fit a reflex gauge with mica protection?
No. The reflex glass works through grooves that need direct contact with the medium. Where boiler water attacks the glass too strongly, a transparent or bicolour gauge with mica protection is the solution.
My bicolour gauge only shows red. What does that mean?
Either the water level really is below the visible range, or the water path is clogged. Compare with the second gauge immediately and blow down. If it shows nothing at all, check the illumination first.
Does the mica have to be renewed when the glass is replaced?
Yes. Glass, mica and gaskets are replaced as a set. Old mica in front of a new glass gives away the protection it is there for.
Do you supply spare parts for IGEMA gauges?
Yes. As IGEMA’s representative for Austria, we supply replacement glasses, mica sheets, gasket sets and illumination units, and on request our service department carries out the replacement.
Conclusion: a gauge is only as good as its care
A gauge that is blown down regularly and correctly, whose glass and mica are replaced in time and whose illumination works provides the reliable reference value that boiler monitoring needs. The bicolour gauge is the better choice where high pressure, camera monitoring or a long reading distance come together. On a simple low-pressure boiler, the reflex gauge remains the right choice. Send us your boiler data, and we will put together the right gauge including valves and support it in operation.