RTK Regelventile: MV 5200, MV 5300, MV 5400 oder MV 5900 — welche Baureihe wofür

Drei RTK Regelventile unterschiedlicher Baugröße mit Linearantrieb nebeneinander auf einer Werkbank
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RTK Regelventile werden bei uns fast immer über eine Typenbezeichnung angefragt: „MV 5320“, „PV 6410“, manchmal auch nur „ST 5114“. Das klingt nach einer fertigen Bestellung, ist aber in den meisten Fällen eine halbe Angabe. Die Bezeichnung sagt etwas über Baugröße, Ventilform und Spindelabdichtung — und sie sagt nichts darüber, ob das Ventil die Regelaufgabe erfüllt, für die es gedacht ist. Dieser Beitrag geht die Auswahl in der Reihenfolge durch, in der sie tatsächlich entschieden wird: Regelaufgabe, Nennweite und Druckstufe, erforderliche Stellkraft, Spindelabdichtung — und erst zuletzt die Baureihe. Die Ing. Wilhelm Friedrich Gesellschaft m. b. H. vertritt RTK Regeltechnik Kornwestheim exklusiv für Österreich; die Angaben in diesem Beitrag stammen aus der Herstellerübersicht und dem RTK-Katalog, Stand Oktober 2026.

RTK Regelventile: was in der Typenbezeichnung wirklich steckt

Das RTK-Programm der Stellventile ist in zwei Familien geordnet, und die Vorsilbe benennt nicht das Ventil, sondern den Antrieb. MV steht für das motorisch, also elektrisch angetriebene Stellventil, PV für die pneumatische Ausführung. Die Hunderterstelle dahinter — 5200, 5300, 5400, 5900 bei MV und entsprechend 6200, 6300, 6400, 6900 bei PV — benennt die Baugröße, und zwar über die Stellkraft und den Spindeldurchmesser, nicht über die Nennweite allein. Die letzten beiden Stellen unterscheiden die Ventilform und die Ausführung der Spindelabdichtung.

Daneben gibt es eine dritte Gruppe von Bezeichnungen, die regelmäßig mit Ventilen verwechselt wird: ST. ST 5106, ST 5116, ST 6115, ST 6135, ST 6160 und ST 6175 sind Stellantriebe, keine Ventilkörper. Auch ST 5114 gehört dazu — ein elektrischer Linearantrieb für stetige Regelung und für Auf-Zu-Betrieb, mit selbsthemmendem Motor, Handnotbetätigung und Stellungsanzeige. Wer nach dieser Nummer sucht, sucht einen Antrieb, der auf ein vorhandenes Ventil passen soll. Die aktuelle elektrische Antriebsgeneration führt RTK unter REact mit den Größen REact 15, REact 30, REact 60 und REact 100.

Diese Trennung ist der erste praktische Nutzen der Typenbezeichnung: Sie können an Ventil und Antrieb getrennt arbeiten. Ein vorhandener Ventilkörper, der mechanisch in Ordnung ist, braucht nicht ersetzt zu werden, wenn sich nur die Ansteuerung ändert — etwa weil eine Anlage von Dreipunkt-Schrittsignal auf ein stetiges 0/4…20-mA-Signal umgestellt wird.

MV oder PV: der Antrieb bestimmt die Vorsilbe, nicht den Körper

MV 5300 und PV 6300 sind dieselbe Körperklasse mit unterschiedlicher Hilfsenergie. Die Entscheidung fällt daher nicht am Ventil, sondern an vier Fragen zur Anlage: Welche Hilfsenergie liegt an der Einbaustelle überhaupt an — Steuerluft in ausreichender Qualität und Menge oder nur Strom? In Bestandsanlagen ist das häufig schon die ganze Antwort. Wie kurz muss die Stellzeit sein? Für häufige Richtungswechsel ist der pneumatische Antrieb im Vorteil, weil er die Stellkraft direkt aus dem Luftdruck auf die Membranfläche bringt. Was soll bei Ausfall der Hilfsenergie passieren? Der pneumatische Antrieb fährt über die Federkraft in eine definierte Sicherheitsstellung, beim elektrischen muss diese Funktion gesondert vorgesehen werden — über die Motorventile mit Schnellschluss ST 6150, ST 6151 und ST 6152 oder über eine hydraulische beziehungsweise akkugestützte Fail-Safe-Einheit. Und wie genau wird geregelt? Für ein enges Toleranzband gehört auf beide Bauarten ein Stellungsregler; bei der elektrischen Variante übernimmt das der Antrieb selbst.

Die Übersicht auf unserer Seite Regelventile nennt DN 15 bis DN 600 und PN 10 bis PN 630. Das ist die Spanne des gesamten vertretenen Programms über alle Fabrikate, nicht die einer einzelnen RTK-Baureihe — dieser Unterschied ist für die Auswahl wichtig und wird in Anfragen oft gleichgesetzt.

Die vier Baugrößen: von MV 5200 bis MV 5900

Die Baugrößen überlappen sich in der Nennweite deutlich. Genau das führt zu Fehlgriffen, denn der Unterschied liegt nicht in DN, sondern in der Stellkraft, die der Antrieb aufbringen muss, und im Spindeldurchmesser, der sie überträgt.

  • MV 5200 / PV 6200 — DN 15 bis DN 100 (NPS ½ bis 4), PN 16 bis PN 160 (Class 150 bis 900), Spindel 12 mm, Stellkraft 1,5 bis 3 kN. Elektrisch mit REact 15 (1,5 kN) oder REact 30 (2,8 kN), pneumatisch mit ST 6115 (120 cm²) oder ST 6135 (280 cm²).
  • MV 5300 / PV 6300 — DN 15 bis DN 150 (NPS ½ bis 6), PN 16 bis PN 160, Spindel 12 mm, Stellkraft 6 bis 10 kN. Elektrisch mit REact 60 (6 kN) oder REact 100 (10 kN), pneumatisch mit ST 6160 (530 cm²); Fremdantriebe bis 10 kN sind möglich.
  • MV 5400 / PV 6400 — DN 40 bis DN 400 (NPS 1½ bis 12), PN 16 bis PN 160, Spindel 32 mm, Stellkraft 10 bis 56 kN. Elektrisch mit ST 5106 (15 kN) oder ST 5116 (20 kN), pneumatisch mit ST 6175 (1000 cm²); Fremdantriebe bis 56 kN.
  • MV 5900 / PV 6900 — die Klasse über 56 kN bis unter 80 kN, Spindel 60 mm, ausschließlich mit Fremdantrieben bis 80 kN.

Ein DN-80-Ventil kann je nach Differenzdruck in der 5200er, der 5300er oder der 5400er Klasse liegen. Die erforderliche Stellkraft wächst mit dem Differenzdruck und mit der wirksamen Sitzfläche; bei kleiner Nennweite und hohem Druck landet man schneller in der nächsten Baugröße als bei großer Nennweite und wenigen bar Druckabfall. Deshalb gehört in jede Anfrage neben DN und PN auch der tatsächliche Differenzdruck im Regelfall und im Störfall. Ohne diese beiden Werte ist die Baureihe nicht bestimmbar, sondern geraten.

Zur Methode der Angaben oben: Verglichen sind ausschließlich die Baureihen eines Herstellers, nämlich RTK Regeltechnik Kornwestheim, anhand der Herstellerübersicht der Stellventile und des RTK-Katalogs, abgerufen am 08.10.2026. Verglichen wurden jeweils dieselben Größen: Nennweitenbereich, Druckstufenbereich, Spindeldurchmesser und Stellkraft der zugeordneten Antriebe. Fremdfabrikate sind in diesen Zahlen nicht enthalten, und Werte für eine konkrete Ausführung können abweichen, weil innerhalb einer Baureihe Grenzen je Nennweite gelten. Maßgeblich ist das Datenblatt des bestellten Typs; wir halten die Angaben über die Herstellerunterlagen aktuell und prüfen sie vor jedem Angebot.

Durchgang, Dreiwegeform oder kurzer B-Flansch

Innerhalb jeder Baugröße gibt es mehrere Ventilformen. Für die 5200er Klasse führt die Herstellerübersicht MV 5210, MV 5220, MV 5230 und MV 5270, bei PV entsprechend PV 6210, PV 6220, PV 6230 und PV 6270. Die Formen, die der Katalog dazu benennt, sind Durchgang, Dreiwegeform und kurzer B-Flansch.

Zwei Punkte sind dabei entscheidungsrelevant:

  • Die Dreiwegeform ist druckseitig begrenzt. Für die Reihe 5270 / 6270 nennt der Katalog DN 20 bis DN 100 bei PN 16 und PN 25. Wer ein Mischen oder Verteilen in einem Netz mit PN 40 und mehr vorhat, kommt mit einem Dreiwegeventil dieser Reihe nicht hin und braucht zwei Durchgangsventile in Gegenkopplung.
  • Die Faltenbalgausführung ist eine eigene Typvariante, keine Option, die man nachträglich ansteckt — in den Katalogtabellen unterscheiden die Endziffern die Ausführung ohne Faltenbalg von der mit Faltenbalg. Einen durchgängigen Typenschlüssel, der jede Stelle erklärt, veröffentlicht RTK nicht; welche Kombination aus Form, Werkstoff und Abdichtung lieferbar ist, klären wir pro Fall beim Hersteller. Das ist der Grund, warum eine Anfrage mit der Entscheidung schneller zum Ziel kommt als eine mit einer Typnummer.

Die Spindelabdichtung entscheidet über die Temperaturgrenze

Dieser Punkt kippt in der Praxis mehr Auslegungen als Nennweite und Druckstufe zusammen. Ein Ventil kann bei DN und PN vollkommen richtig gewählt sein und an der Medientemperatur scheitern, weil die Abdichtung der Spindel die Grenze setzt. Der RTK-Katalog nennt drei Ausführungen:

  • PTFE-Kohle-Dachmanschette — bis +250 °C.
  • Faltenbalg mit Sicherheitsstopfbuchse — bis +350 °C, für die Reihen 5270 und 5300 angegeben. Der Faltenbalg nimmt die Bewegung der Spindel auf, die Stopfbuchse dahinter ist die zweite Barriere.
  • Reinstgraphit-Druckpackung — bis +530 °C, medienabhängig.

Für Kälteanwendungen führt der Katalog eigene Ausführungen: NBR von −60 bis +100 °C, PTFE-Kohle von −60 bis +250 °C. Bei den Gehäusewerkstoffen reicht die Spanne nach DIN von EN-GJL-250 über GP240GH und G17CrMo5-5 bis GX5CrNiMo19-11-2, nach ANSI von SA216 WCB bis SA217 WC9. Zulässig ist eine Kombination immer nur aus Druck, Temperatur und Medium gemeinsam — nicht aus einem der drei Werte allein.

Druckentlastung und Stellkraft: wo die Auswahl kippt

Liegt die gerechnete Stellkraft über der Grenze der gewünschten Baugröße, gibt es zwei Wege. Der erste ist die nächste Baugröße mit dem stärkeren Antrieb. Der zweite ist die druckentlastete Ausführung: Der Kegel wird so gestaltet, dass der Differenzdruck auf beiden Seiten wirkt und sich die resultierende Kraft auf die Spindel weitgehend aufhebt. Der Katalog nennt dafür DN 80 bis DN 400 und PN 16 bis PN 160, mit Grenzen je Nennweite — bei DN 400 endet die Reihe bei PN 40.

Diese Lösung ist nicht kostenlos, und das gehört in die Entscheidung: Die Druckentlastung erkauft die kleinere Stellkraft mit einer zusätzlichen inneren Dichtstelle am Kegel. Welche Leckrate in Schließstellung zugesichert wird, steht im Datenblatt des jeweiligen Typs und ist bei druckentlasteten Kegeln ungünstiger als bei einem ungeteilten Sitz. Wo in Schließstellung dicht abgesperrt werden muss, ist deshalb die Kombination aus druckentlastetem Regelventil und einer eigenen Absperrarmatur davor die sauberere Lösung als der Versuch, beide Aufgaben in ein Gerät zu legen.

Für hohe Differenzdrücke und für Anwendungen mit starker Geräuschentwicklung führt RTK zusätzlich die Hochleistungs-Regelventile MV 5300-AD und MV 5400-AD beziehungsweise PV 6300-AD und PV 6400-AD sowie die Drosselschalldämpfer SL Typ A und SL Typ B für PN 40 bis PN 160 und bis +530 °C. Der Schalldämpfer wird dem Ventil nachgeschaltet und baut den Druck in Stufen ab, statt die gesamte Differenz in einer Drosselstelle zu vernichten. Das ist dort relevant, wo ein Regelventil in einem Nebenraum oder in der Nähe von Arbeitsplätzen sitzt.

Wann die Aufgabe keine Standardbaureihe ist

Ein guter Teil der Anfragen betrifft keine Standardregelung. Dann ist die Frage nicht, welche Baugröße passt, sondern ob die Aufgabe überhaupt in das Standardprogramm gehört. Vier Fälle, in denen die Antwort nein lautet und RTK eine eigene Baureihe dafür führt:

  • Druck und Temperatur sollen gemeinsam reduziert werden. Dann ist es keine Regelaufgabe mit nachgeschalteter Kühlung, sondern ein Dampfumformventil — MV 5351 und MV 5451, pneumatisch PV 6451. Wird die Temperatur getrennt dahinter geführt, übernehmen das die Heißdampf- und Einspritzkühler der Reihen MDK und PDK mit einem Stellverhältnis von 10:1 oder 25:1. Welche der beiden Anordnungen zu einer Station passt, ist die eigentliche Entscheidung; sie steht auf unserer Seite Dampfumformtechnik.
  • Eine Speisepumpe muss bei kleiner Abnahme geschützt werden. Das Speisewasserregelventil mit Pumpenfreilauf MV 5291 beziehungsweise MV 5391 führt den Mindeststrom selbst über den Rücklauf — DN 25 bis DN 80 bei PN 40, Medientemperatur maximal +200 °C. Wer dieselbe Funktion über ein separates Umlaufventil löst, hat zwei Geräte, zwei Kennlinien und eine Schnittstelle mehr.
  • Es geht um Absalzen oder Abschlammen. Das sind zwei Aufgaben und zwei Ventile, auch wenn sie in Anfragen regelmäßig zusammenfallen: Das Absalzventil regelt kontinuierlich eine kleine Menge, das Abschlammventil öffnet kurz und ganz. In Eckform geht die Abschlammreihe bei kleiner Nennweite bis PN 160.
  • Das Medium ist Wasserstoff. Die Körperklassen bleiben MV 5200 und MV 5300 beziehungsweise PV 6200 und PV 6300, aber Werkstoff- und Dichtungsauswahl sind eigene. Eine Standardausführung umzuwidmen ist hier kein Weg.

Dazu kommt der Fall, in dem das Regelventil zugleich die Sicherheitsstellung herstellen soll: Die Motorventile mit Schnellschluss ST 6150, ST 6151 und ST 6152 regeln im Normalbetrieb und fahren bei Signalausfall zu. Wo die Absicherung dagegen unabhängig von der Regelung aufgebaut sein muss, ist das eine eigene Armatur — die Abgrenzung steht auf unserer Seite Sicherheits- und Schnellschlussventile.

Woran Sie merken, dass das Regelventil eine Nummer zu groß ist

Die häufigste Fehlauslegung im Feld ist kein falsches Fabrikat, sondern eine zu große Nennweite. Sie entsteht, wenn das Ventil in der Nennweite der Rohrleitung bestellt wird, statt den erforderlichen Kvs-Wert zu rechnen. In Regelkreisen liegt die Ventilnennweite sehr oft eine oder zwei Stufen unter der Leitung.

  • Das Ventil arbeitet dauerhaft zwischen 10 und 25 % Hub. Der nutzbare Stellbereich liegt damit in dem Teil der Kennlinie, in dem eine kleine Hubänderung eine große Durchflussänderung bewirkt.
  • Der Regelkreis schwingt bei kleiner Last und beruhigt sich erst, wenn die Anlage mehr abnimmt. Das ist kein Reglerproblem, das sich wegparametrieren lässt, sondern eine zu kleine Ventilautorität.
  • Kegel und Sitz zeigen nach kurzer Betriebszeit örtliche Erosionsspuren, nicht gleichmäßigen Abtrag: Die Drosselung findet immer an derselben Stelle statt.
  • Die Stellungsrückmeldung springt, weil der Antrieb im Bereich der Losbrechkraft arbeitet und nicht in einem sauberen Stellbereich.

Bei der Abhilfe hilft die Baureihenlogik von oben: Eine kleinere Nennweite innerhalb derselben Baugröße ist der einfachere Schritt, weil Antrieb, Anschlussmaß und Abdichtung erhalten bleiben. Erst wenn der Differenzdruck dadurch so weit steigt, dass die Stellkraft nicht mehr passt, wechselt man die Baugröße oder geht auf die druckentlastete Ausführung. Steht dagegen eine große Nennweite bei wenigen bar Druckabfall zur Debatte, ist oft gar kein Sitzventil die richtige Antwort, sondern eine Klappe — die Abgrenzung dazu steht auf unserer Seite Drossel- und Regelklappen.

Ob die vorhandene Armatur weiterverwendet werden kann, lässt sich nicht aus dem Typenschild lesen. Packung und Dichtungen gehören zu den Teilen, die im Rahmen einer Durchsicht getauscht werden; ob Sitz und Kegel nachgearbeitet werden können, hängt von Bauform, Werkstoff und Zustand ab und wird am ausgebauten Teil beurteilt. Unsere Serviceabteilung nimmt das vor Ort auf und sagt danach, was instand gesetzt wird und was ersetzt werden muss.

Häufige Fragen zu RTK Regelventilen

Was bedeutet eine Bezeichnung wie MV 5320?

MV steht für das elektrisch angetriebene Stellventil, 5300 für die Baugröße mit 6 bis 10 kN Stellkraft und 12-mm-Spindel, die letzte Stelle für Ventilform und Spindelabdichtung innerhalb dieser Reihe. Welche Nennweite, welche Druckstufe und welcher Werkstoff dahinterstehen, steht nicht in der Nummer, sondern im Datenblatt der Ausführung.

Ist ST 5114 ein Regelventil?

Nein. ST 5114 ist ein elektrischer Linearantrieb für stetige Regelung und Auf-Zu-Betrieb — mit selbsthemmendem Motor, Handnotbetätigung und Stellungsanzeige, ansteuerbar über Dreipunkt-Schrittsignal oder ein stetiges Signal 0/4…20 mA beziehungsweise 0…10 V. Der Ventilkörper ist eine eigene Position. Die aktuelle elektrische Antriebsreihe führt RTK unter REact 15, REact 30, REact 60 und REact 100; größere Kräfte decken ST 5106 mit 15 kN und ST 5116 mit 20 kN ab.

MV oder PV — was nehmen wir, wenn beides möglich wäre?

Es entscheidet die Anlage, nicht das Ventil. Liegt Steuerluft in ausreichender Qualität an und soll bei Ausfall der Hilfsenergie eine Federkraft die Sicherheitsstellung herstellen, ist PV der kürzere Weg. Gibt es nur Strom, ist eine stetige Regelung mit digitalem Stellungsregler gefordert oder soll die Stellung bei Ausfall gehalten werden, ist MV sinnvoller.

Bis zu welcher Temperatur geht ein RTK Stellventil?

Die Grenze setzt in den meisten Fällen die Spindelabdichtung: PTFE-Kohle-Dachmanschette bis +250 °C, Faltenbalg mit Sicherheitsstopfbuchse bis +350 °C, Reinstgraphit-Druckpackung bis +530 °C und damit medienabhängig. Der Drosselschalldämpfer ist ebenfalls bis +530 °C angegeben, Speisewasserregelventile dagegen bis +200 °C Medientemperatur.

Welche Nennweiten und Druckstufen sind möglich?

Über die Standardreihen hinweg DN 15 bis DN 400 und PN 16 bis PN 160, mit Grenzen je Nennweite innerhalb einer Reihe. Die auf unserer Seite Regelventile genannten DN 15 bis DN 600 und PN 10 bis PN 630 umfassen das gesamte vertretene Programm über alle Fabrikate.

Welche Angaben brauchen Sie für ein belastbares Angebot?

Medium, Durchsatz im Regelfall und in den Grenzlasten, Vordruck, Differenzdruck im Regelfall und im Störfall, Medientemperatur, Nennweite und Druckstufe der Leitung, Anschlussart, vorhandene Hilfsenergie und die gewünschte Sicherheitsstellung. Mit diesen Angaben lässt sich der Kvs-Wert rechnen, und erst daraus ergibt sich die Baureihe.

Fazit

Die Typenbezeichnung ist bei RTK Regelventilen eine saubere Ordnung, aber keine Auswahlhilfe. Sie beschreibt, was ein Ventil ist, nicht wofür es passt. Wer die Auswahl in der richtigen Reihenfolge führt — Regelaufgabe, Kvs-Wert, Differenzdruck, Stellkraft, Temperaturgrenze der Abdichtung, Sicherheitsstellung — landet in zwei Schritten bei der passenden Baugröße und ersetzt danach nicht nach zwei Jahren ein Ventil, das von Anfang an eine Nummer zu groß war. Die drei Zahlen, die am häufigsten fehlen, sind der Differenzdruck im Regelfall, der Differenzdruck im Störfall und die Medientemperatur. Liegen sie vor, ist der Rest Routine.

Die Ing. Wilhelm Friedrich Gesellschaft m. b. H. vertritt RTK Regeltechnik Kornwestheim exklusiv für Österreich, ist seit 1983 am österreichischen Markt und betreut Südosteuropa seit 2019 mit eigener Serviceabteilung seit 2021. Anfragen zur Auslegung: Ing. Wilhelm Friedrich Gesellschaft m. b. H., Gewerbegebiet 10, 2100 Stetten, Telefon +43 2262 63510, armaturen@fribi.at.

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RTK control valves: MV 5200, MV 5300, MV 5400 or MV 5900 — which series for which duty

RTK control valves almost always reach us as a type designation: MV 5320, PV 6410, sometimes just ST 5114. That looks like a finished order, but in most cases it is half the information. The designation describes body size, valve form and stem sealing — and says nothing about whether the valve will do the control job it is meant for. This article works through the selection in the order it is actually decided: control duty, nominal size and pressure rating, required actuating force, stem sealing — and only then the series. Ing. Wilhelm Friedrich Gesellschaft m. b. H. represents RTK Regeltechnik Kornwestheim exclusively for Austria; the figures in this article come from the manufacturer’s control valve overview and the RTK catalogue, as of October 2026.

What the type designation actually tells you

The RTK control valve range is organised into two families, and the prefix names the actuator, not the valve. MV is the motorised, that is electrically actuated control valve; PV is the pneumatic version. The number group behind it — 5200, 5300, 5400, 5900 for MV and correspondingly 6200, 6300, 6400, 6900 for PV — identifies the body size by actuating force and stem diameter, not by nominal size alone. The last two digits distinguish valve form and the design of the stem sealing.

A third group of designations is regularly mistaken for valves: ST. ST 5106, ST 5116, ST 6115, ST 6135, ST 6160 and ST 6175 are actuators, not valve bodies. ST 5114 belongs to this group as well — an electric linear actuator for modulating control and on/off duty, with a self-locking motor, manual override and valve position indicator, driven by a three-term step signal or a modulating 0/4…20 mA or 0…10 V signal. Anyone searching for that number is looking for an actuator to fit an existing valve. RTK’s current electric actuator generation runs under REact, in the sizes REact 15, REact 30, REact 60 and REact 100.

That separation is the first practical use of the designation: valve and actuator can be dealt with separately. A body that is mechanically sound does not have to be replaced when only the control signal changes — for instance when a plant moves from three-term step control to a modulating 0/4…20 mA signal.

MV or PV: the actuator decides the prefix, not the body

MV 5300 and PV 6300 are the same body class with different auxiliary power. The decision is therefore made at the plant, not at the valve, and it comes down to four questions: which auxiliary power is actually available at the installation point, instrument air of sufficient quality and quantity or electricity only; how fast the final control element has to travel, where the pneumatic actuator has the advantage because it converts air pressure on the diaphragm area directly into thrust; what has to happen when auxiliary power fails, where the pneumatic actuator drives to a defined safety position on spring force while an electric actuator needs that function provided separately, through the quick-closing motor valves ST 6150, ST 6151 and ST 6152 or through a hydraulic or battery-backed fail-safe unit; and how precisely and how often the loop is controlled, which decides whether a positioner is required.

The four body sizes, from MV 5200 to MV 5900

The body sizes overlap considerably in nominal size. That is precisely what causes wrong picks, because the difference is not DN but the thrust the actuator has to produce and the stem diameter that transmits it.

  • MV 5200 / PV 6200 — DN 15 to DN 100 (NPS ½ to 4), PN 16 to PN 160 (Class 150 to 900), 12 mm stem, thrust 1.5 to 3 kN. Electric with REact 15 (1.5 kN) or REact 30 (2.8 kN), pneumatic with ST 6115 (120 cm²) or ST 6135 (280 cm²).
  • MV 5300 / PV 6300 — DN 15 to DN 150 (NPS ½ to 6), PN 16 to PN 160, 12 mm stem, thrust 6 to 10 kN. Electric with REact 60 (6 kN) or REact 100 (10 kN), pneumatic with ST 6160 (530 cm²); third-party actuators up to 10 kN are possible.
  • MV 5400 / PV 6400 — DN 40 to DN 400 (NPS 1½ to 12), PN 16 to PN 160, 32 mm stem, thrust 10 to 56 kN. Electric with ST 5106 (15 kN) or ST 5116 (20 kN), pneumatic with ST 6175 (1000 cm²); third-party actuators up to 56 kN.
  • MV 5900 / PV 6900 — the class above 56 kN and below 80 kN, 60 mm stem, with third-party actuators up to 80 kN only.

A DN 80 valve can sit in the 5200, the 5300 or the 5400 class depending on differential pressure. Required thrust grows with differential pressure and with the effective seat area; a small bore at high pressure reaches the next body size faster than a large bore with a few bar of pressure drop. That is why every enquiry needs the actual differential pressure under control conditions and under upset conditions alongside DN and PN. Without those two figures the series is not determined, it is guessed.

On the method behind the figures above: the comparison covers the series of one manufacturer only, RTK Regeltechnik Kornwestheim, based on the manufacturer’s control valve overview and the RTK catalogue, retrieved on 8 October 2026. The same quantities were compared throughout: nominal size range, pressure rating range, stem diameter and the thrust of the assigned actuators. Third-party makes are not included in these figures, and values for a specific version can differ because limits apply per nominal size within a series. The data sheet for the ordered type governs; we keep these figures current from the manufacturer’s documents and check them before every quotation.

Straight-through, three-way or short B flange

Each body size comes in several valve forms. For the 5200 class the manufacturer’s overview lists MV 5210, MV 5220, MV 5230 and MV 5270, and correspondingly PV 6210, PV 6220, PV 6230 and PV 6270. The forms named in the catalogue are straight-through, three-way and short B flange.

Two points matter for the decision. First, the three-way form is limited on the pressure side: for the 5270 / 6270 series the catalogue gives DN 20 to DN 100 at PN 16 and PN 25. Anyone planning to mix or divert in a system at PN 40 or above will not get there with a three-way valve from this series and needs two straight-through valves working against each other. Second, the bellows version is a type variant of its own, not an option fitted later. In the catalogue tables the final digits distinguish the version without bellows from the version with a bellows. RTK does not publish a continuous type key explaining every digit; the assignment follows from the product tables. Which combination of form, material and sealing is actually available we clarify case by case with the manufacturer — which is why an enquiry that states the decision gets to an answer faster than one that states a type number.

The stem sealing sets the temperature limit

In practice this point overturns more sizing work than nominal size and pressure rating together. A valve can be entirely correct on DN and PN and still fail on medium temperature, because the stem sealing sets the limit. The RTK catalogue names three versions: a PTFE-carbon chevron packing up to +250 °C; a bellows with a safety stuffing box up to +350 °C, given for the 5270 and 5300 series, where the bellows takes up the stem movement and the stuffing box behind it is the second barrier; and a pure-graphite pressure packing up to +530 °C, depending on the medium. For refrigeration duty the catalogue lists separate versions: NBR from −60 to +100 °C and PTFE-carbon from −60 to +250 °C.

Body materials range, to DIN, from EN-GJL-250 and EN-GJS-400-18-LT through GP240GH and G17CrMo5-5 to GX5CrNiMo19-11-2, and to ANSI from SA216 WCB and SA351 CF8M to SA217 WC6 and SA217 WC9. Which combination is permissible follows from pressure, temperature and medium together — not from any one of the three on its own.

Pressure balancing and thrust: where the selection tips over

When the calculated thrust exceeds the limit of the preferred body size, there are two routes. The first is the next size up with the stronger actuator. The second is the pressure-balanced version, where the plug is shaped so that differential pressure acts on both sides and the resulting force on the stem largely cancels out. The catalogue gives DN 80 to DN 400 and PN 16 to PN 160 for this, with limits per nominal size — at DN 400 the series ends at PN 40.

That solution is not free, and this belongs in the decision: pressure balancing buys the lower thrust at the cost of an additional internal sealing point at the plug. The seat leakage guaranteed in the closed position is stated in the data sheet for the particular type and is less favourable for a balanced plug than for an unbroken seat. Where tight shut-off is required, the cleaner answer is a pressure-balanced control valve with a dedicated isolating valve upstream, rather than putting both duties into one device. For high differential pressures and strong noise generation RTK additionally offers the high-performance control valves MV 5300-AD and MV 5400-AD, and PV 6300-AD and PV 6400-AD, plus the throttling silencers SL type A and SL type B for PN 40 to PN 160 and up to +530 °C, installed downstream of the valve to break the pressure down in stages instead of destroying the whole difference in one throttling point.

When the duty is not a standard series

A fair share of enquiries concerns no standard control loop at all. The question is then not which body size fits, but whether the duty belongs in the standard range. Four cases where the answer is no and RTK has a series of its own. Pressure and temperature are to be reduced together: that is a steam conversion valve, MV 5351 and MV 5451, pneumatically PV 6451, not a control valve with cooling bolted on behind it; where temperature is handled separately downstream, the MDK and PDK superheated steam and injection coolers do that, with a rangeability of 10:1 or 25:1. A feed pump has to be protected at low demand: the feedwater control valve with pump spill back, MV 5291 or MV 5391, routes the minimum flow back itself — DN 25 to DN 80 at PN 40, medium temperature up to +200 °C. Solving the same function with a separate recirculation valve means two devices, two characteristics and one more interface. The duty is continuous or bottom blowdown: two duties and two valves, even though enquiries regularly merge them — the first modulates a small flow, the second opens briefly and fully, and in angle form the bottom blowdown series reaches PN 160 at small bores. The medium is hydrogen: the body classes stay MV 5200 and MV 5300 or PV 6200 and PV 6300, but material and sealing selection are specific; repurposing a standard version is not a route here.

There is also the case where the control valve is to establish the safety position itself: the quick-closing motor valves ST 6150, ST 6151 and ST 6152 modulate in normal operation and close on loss of signal. Where protection has to be independent of the control loop, that is a separate valve.

How to tell the control valve is one size too large

The most common sizing error in the field is not the wrong make but an oversized bore. It arises when the valve is ordered in the nominal size of the pipe instead of calculating the required Kvs. In control loops the valve bore is very often one or two steps below the line.

Four signs that together give a clear picture: the valve works permanently between 10 and 25 % travel, so the usable range sits in the part of the characteristic where a small change in travel produces a large change in flow; the loop oscillates at low load and settles only when the plant draws more, which is not a controller problem that can be tuned away but insufficient valve authority; plug and seat show localised erosion marks rather than even wear after a short time in service, because throttling always happens at the same place; and the position feedback jumps, because the actuator is working in the region of breakaway force instead of in a clean travel range.

The series logic above helps with the remedy. A smaller bore within the same body size is the simpler step, because actuator, face-to-face dimension and sealing stay the same. Only when differential pressure rises far enough for the thrust to no longer fit does the body size change, or the pressure-balanced version come into play. Where a large bore at a few bar of pressure drop is under discussion, a globe valve is often not the right answer at all and a butterfly valve is. Whether an existing valve can be reused cannot be read off the nameplate: packing and gaskets are among the parts replaced during an overhaul, while whether seat and plug can be reworked depends on the design, the material and the condition, and is judged on the dismantled part.

Is ST 5114 a control valve?

No. It is an electric linear actuator for modulating control and on/off duty, with a self-locking motor, manual override and position indicator. The valve body is a separate item. RTK’s current electric actuator range is REact 15, REact 30, REact 60 and REact 100; higher forces are covered by ST 5106 at 15 kN and ST 5116 at 20 kN.

What nominal sizes and pressure ratings are available?

Across the standard series, DN 15 to DN 400 and PN 16 to PN 160, with limits per nominal size within a series. Three-way valves of the 5270 / 6270 series are restricted to DN 20 to DN 100 at PN 16 and PN 25, while angle-form bottom blowdown valves reach PN 160 at small bores.

Which figures do you need for a firm quotation?

Medium, flow under control conditions and at the limit loads, inlet pressure, differential pressure under control and upset conditions, medium temperature, nominal size and pressure rating of the line, connection type, available auxiliary power and the required safety position. With those the Kvs can be calculated, and the series follows from it.

Who to contact

Ing. Wilhelm Friedrich Gesellschaft m. b. H., Gewerbegebiet 10, 2100 Stetten, Austria, phone +43 2262 63510, armaturen@fribi.at. The company has served the Austrian market since 1983, south-east Europe since 2019, and has had its own service department since 2021.